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Pressetext:
Die algerische Sahara hat sich zu einem beliebten, aber in ihrer Gefährlichkeit
unterschätzten Urlaubsgebiet entwickelt. Jährlich verdursten
in der heißen Sandöde mehr als 70 Abenteuertouristen, die sich
im Spurengewirr der Pisten verirrt haben.
Im vergangenen Jahr erregte das Schicksal von vier jungen Deutschen Aufsehen.
Sie waren mit je einem Peugeot 504 in Richtung Togo aufgebrochen, um sich
mit dem Verkauf der Fahrzeuge ihre Reise zu finanzieren. Drei von ihnen
wurden Monate später verdurstet in Grenznähe zum Niger aufgefunden.
Der vierte blieb bis heute verschollen.
Der Film rekonstruiert die Suche und schildert, wie sich die Angehörigen
durch diese Erlebnisse verändert haben.
Aus: Kölnische Rundschau
Taktvolle Reportage
Der Fall machte im vorigen Jahr Schlagzeilen: Vier junge Deutsche in der
Sahara verschollen. In mehreren Autos waren sie in Algerien zu einer abenteuerlichen
Fahrt durch die Wüste aufgebrochen. Drei Monate später wurden
drei von ihnen verdurstet neben einem kaputten Wagen aufgefunden. Vom
vierten fehlt noch immer jede Spur.
In ihrem nur 30 Minuten langen Beitrag rekonstruierte Erika Fehse die
verzweifelten Bemühungen der Eltern und Angehörigen, ihre Kinder
zu finden. Viele mag überrascht haben, welch geringe Hilfe in solchen
Fällen von den diplomatischen Vertretungen im Ausland zu erwarten
ist. Deren Unterstützung kann auch nicht besser sein als die Arbeit
der örtlichen Behörden. Private Aktionen helfen eher, kosten
allerdings auch viel Zeit und Geld.
Besonders gelungen waren die Interviews mit den Eltern. Unaufdringlich,
dafür aber um so eindringlicher zeigten sie, wie schwer es ihnen
fällt, den Verlust ihrer Kinder zu bewältigen. Betroffen machte
das Geständnis des einen Vaters, dessen Leben erst dann einen neuen
Anfang haben wird, wenn sein Sohn endlich gefunden ist.
Wie hier trauernde Menschen gezeigt wurden, ohne daß sie das Gefühl
haben mußten, "vorgeführt" zu werden, war bewundernswert.
Und noch eines wurde deutlich: Damit ein Film beim Zuschauer unter die
Haut geht, muß er nicht unbedingt lange dauern. Ulrich Weiter
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