Margrethe erfuhr die Wahrheit über ihre Herkunft im Alter von 12 Jahren. Auch sie war schockiert. Alles war anders als sie glaubte. Die Frau zu der sie Tante sagte, war in Wirklichkeit ihre leibliche Mutter und die, die sie Mama nannte ihre Großmutter. Zudem erzählte man ihr, dass sie in Wuppertal zur Welt gekommen ist, einen deutschen Vater hat und eine Halbschwester in Nürnberg.
Auch in Nürnberg war das Thema Tabu. Zwar hörte die Halbschwester Marie Luise, dass ihr Vater in Norwegen ein Kind gezeugt hatte. Lange vor der elterlichen Ehe – während des Krieges. Doch weiter wurde darüber nicht gesprochen. Über 60 Jahre nach Kriegsende beschließt Marie Luise ihre Halbschwester in Norwegen zu suchen. Und sie hat Glück.
Die Filmemacherin Erika Fehse begleitet die beiden Halbschwestern während ihres ersten Treffens. Zum Schluss wird Margrethe sagen: „Mein Leben ist vollkommen - nach dem, was passiert ist.“
Kamera: Jürgen Dahlhoff
Ton: Florian Pankarz
Schnitt: Angela Oechler
Dolmetscherin: Marlis Ehl
Redaktion: Gudrun Wolter
Literaturtipps:
Drolshagen, Ebba D.
"Wehrmachtskinder – Auf der Suche nach dem nie gekannten Vater"
ISBN 3-426-27357-8
Droemer, 2005
Olsen, Kåre
"Vater: Deutscher - Das Schicksal der norwegischen Lebensbornkinder und ihrer Mütter von 1940 bis heute" ISBN 3-593-37002-6
Campus, 2002
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